Veranstaltungen 2013

Die aktuellen Veranstaltungen finden Sie hier.

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E X   L I B R I S
Ein kuratorisch-editorisches Experiment von Anna-Sophie Springer
 
Das Imaginäre konstituiert sich nicht in Absetzung vom Realen, um dieses zu negieren oder zu kompensieren; es erstreckt sich zwischen den Zeichen, von Buch zu Buch, im Zwischenraum des nochmals Gesagten und der Kommentare; es entsteht und bildet sich im Zwischen-den-Büchern. Es ist ein Phänomen der Bibliothek.  –Michel Foucault
 
EX LIBRIS entspringt einer Untersuchung des Inneren von Büchern als einem potentiell kuratorischen Raum. Durchgeführt in sechs ausgewählten Buchsammlungen, besteht EX LIBRIS aus einer Reihe aus diesen Bibliotheken heraus entwickelten Buch-Displays: sorgfältig vor Ort aus Büchern arrangierten Bedeutungskonstellationen.
 
Indem EX LIBRIS die Bibliothek gleichzeitig als Quelle kuratorischer Verbindungen „von Buch zu Buch“ und als direkte Plattform nutzt, erweitert das zwischen Ausstellung und editorischem Prozess gelagerte Projekt das Forschungsinteresse der Kuratorin Anna-Sophie Springer am Buch-als-Ausstellung um das Verhältnis des Buches zu seiner unmittelbaren Umgebung. Denn betrachtet man das Buch klassisch als ein Medium des privaten Gebrauchs und stillen Studiums, die Galerie demgegenüber als den Ort der öffentlichen Ausstellung und Performance, so kommt der Bibliothek – als dem öffentlichen Raum des Lesens – eine hybride Stellung bei der Inszenierung des Buches zu. 
 
Die ausgewählten Buchsammlungen reichen von persönlichen, nicht öffentlich zugänglichen Sammlungen wie jener der Künstlerin Nina Canells und des Buchgestalters Robin Watkins sowie eines privaten Kunstsammlers über die Buchhandlung der Galeristinnen und Verlegerinnen Barbara Wien und Wilma Lukatsch bis hin zu den staatlich betriebenen, öffentlichen Bibliotheken der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig und der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. Als ein Verweis auf die gegenwärtigen Transformationen in der Printkultur wird zudem mit dem digitalen Piraten-Textarchiv AAAAARG.ORG gearbeitet, das durch privates Engagement einen größtmöglich öffentlichen Zugang zu Buchinhalten verschaffen will. Gemeinsam reflektieren diese Sammlungen beispielhaft das Spektrum vom Privaten zum Öffentlichen.
 
Die mit jeweils vor Ort gefundenen Mitteln temporär gebildeten Konstellationen, Cluster und visuellen Narrativen spielen mit dem Buch in seiner mehrdimensionalen Rolle als ästhetisches Objekt und Medium zur Darstellung von Information. Durch ephemere Verbindungen von Bild, Text und Materialität reflektieren sie die Besonderheiten, Geschichten und Funktionen der unterschiedlichen Buchsammlungen und nehmen Bezug auf die Architekturen, die sie jeweils beherbergen. 
 
Zur Reflexion des Prozesses und der direkten Gegenüberstellung der einbezogenen Orte kulminiert EX LIBRIS in einem „Bibliothekskatalog“, der die kuratierten Arrangements und Displaystrategien archiviert und präsentiert. Gesammelt wird das Dokumentationsmaterial mit den jeweils in den verschiedenen Bibliotheken vorhandenen Reproduktionsmitteln (Fotokopierer, Scanner, Fotografie, Bildschirmfoto). Während einige der ausgewählten Bibliotheken selbst nicht öffentlich zugänglich sind, ermöglicht diese Ausstellung in Buchform schließlich auch öffentliche Einblicke in diese kumulativen Strukturen – dies jedoch wiederum nur im Spannungsfeld des Privaten.
 
 
„Books Are for Use“
Hochschulbibliothek der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
28. Juni – 12. Juli 2013
 
Eröffnung Freitag, 28. Juni, 17–19 Uhr,* mit einer Performance von Ève K. Tremblay 
 
„Bücher sind zum Benutzen da“ lautet das erste Gebot in einem Handbuch für Bibliothekare namens The Five Laws of Library Science von S.R. Ranganathans aus dem Jahr 1931. Beispiele von Büchern, die früher an Regale gekettet wurden, sodass sie sich nicht „über die Länge ihrer Kette davon machen konnten,“ konterkarieren die scheinbare Banalität des Satzes und widersprechen der Annahme, Bücher seien vor allem „zur Konservierung da“.
 
Das erste Buch-Display der EX LIBRIS Reihe macht sich diese freie Haltung zu eigen und begegnet der öffentlichen Bibliothek der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig, als einem riesigen Speicher benutzbarer Objekte. Diese sind selbst wiederum Speicher zahlloser Ideen, Materialien, Kenntnisse, Erinnerungen, Beziehungen und Kunstwerke – und zwar sowohl im Sinne des Originals als auch in Form unzähliger Reproduktionen und Adaptionen. Über die Räume der Bibliothek verteilt ist eine Auswahl von Büchern teils aufgeschlagen, teils geschlossen zu Arrangements und Sequenzen angeordnet: Gezeigt werden Abbildungen von Arbeiten auf Papier, bei denen Text und Papier eine besondere Rolle spielen. Originale, die Reproduktionen verwenden – selbst in Reproduktion. Bücher innerhalb anderer Bücher. Durch die Verbindung von Materialität, Bild und Text führen sich die Bücher selbst auf. Die Bücher sind in Benutzung.
 
Mit Werken von Marcel Duchamp, Candida Höfner, Martin Kippenberger, Sol LeWitt, René Magritte, Ulrike Ottinger, Dieter Roth, Ed Ruscha, Dayanita Singh, Daniel Spoerri, Ian Wallace, Andy Warhol u.a.
 
EKTBF451-EKTFF451: Ève K Tremblay Becoming Fahrenheit 451 – Ève K. Tremblay Forgetting Fahrenheit 451
 
Seit 2007 bildet Ray Bradburys Science-Fiction Roman Fahrenheit 451 (1953) den Ausgangspunkt für eine fortlaufende Werkreihe der kanadischen Künstlerin Ève K Tremblay. Das vielseitige Projekt besteht aus fotografischen Serien, Videos, Texten, Künstlerbüchern sowie öffentlichen und privaten Performances, in denen die Künstlerin versucht, den Roman aus dem Gedächtnis vorzutragen. Zur Eröffnung von EX LIBRIS kann man Ève K Tremblay dabei beobachten, wie sie sich an verschiedenen Plätzen in den Räumen der Hochschulbibliothek ihren eigenen Gedächtnis- und Rezitationsübungen widmet. Der Versuch, sich den Text eines ganzen Buches durch Auswendiglernen einzuverleiben, ist eine eindrückliche Geste für die intime Kraft, mit der das Lesen unser Denken bestimmt und damit auch, wer wir in der Welt sind. Darüber hinaus verweist EKTBF451-EKTFF451 als kognitive Performance zwischen dem Werden und dem Vergessen auf die grenzenlose Dimension des Geistigen, von der die Bibliothek als materieller Speicher immer umgeben ist.
 
Hochschulbibliothek
Hochschule für Grafik und Buchkunst
Wächterstraße 11, EG links
D-04107 Leipzig
Di–Do 11–18:30, Fr 11–16 | * verlängerte Öffnungszeiten zur Eröffnung
 
 
„Commonplace Books“
30. Juni 2013, fortlaufend
 
Bis in die Antike reicht die Geschichte der sogenannten „commonplace books“, einer bestimmten Art wissenschaftlicher Notizbücher zur Sammlung abgeschriebener Textpassagen, exzerpiert zum späteren Nachschlagen und Zitieren. Wie ein solches „commonplace book“ zu führen sei, war eine kleine Wissenschaft für sich, und von John Locke etwa stammt die viel gelesene Anleitung A New Method of Making Common-Place-Books (1706). Eine seiner Strategien bestand in einem Klassifizierungs- und Kodierungssystem, mit dem man seine Einträge zu einem ständig wachsenden Sachregister anordnen kann, seiner eigenen potentiellen Enzyklopädie. Noch immer sind Notizbücher große Schätze, doch selbst wenn wir bislang noch nicht gänzlich in einem papierlosen Zeitalter leben, ist es heute ein Gemeinplatz, dass wir Informationen in riesigen Mengen fast nur noch digital aufrufen und speichern. Durch die Nutzung einer Piraten-Bibliothek bezieht sich „Commonplace Books“ auf unsere sich verändernden Vorstellungen vom „Gemeinsamen“ und „Öffentlichen“, Begriffe, die wir heute offener und aktivistischer verstehen als früher.
 
Aus exzerpierten und kopierten Passagen thematisch relevanter Publikationen, die in digitaler Form bei AAAAARG.ORG zur Verfügung stehen, wurde ein PDF zusammengestellt, das am Abend des 30. Juni wiederum auf die Plattform hochgeladen wird. In der Rubrik „New Texts“ erscheint daraufhin ein Link zu „Commonplace Books“ und ein automatisch generierter Newsletter verteilt diesen zusätzlich an alle Netzwerk-User mit Abonnement.
 
 
 
„Anekdotische Topografien“
Wien Lukatsch 
Galerie und Buchhandlung
5. – 19. Juli 2013
 
Die Arbeit von Barbara Wien und Wilma Lukatsch lebt von der Faszination für die Verbindungen zwischen der Kunst und der Welt des Buches. 1988 in West-Berlin von Barbara Wien als Verlagsbuchhandlung „Wiens Laden & Verlag“ gegründet, hat sie die Galerie und die Buchhandlung im Laufe eines Vierteljahrhunderts zu einer der interessantesten Galerien Berlins entwickelt. Mittlerweile an der vierten Adresse ansässig, werden regelmäßig Ausstellungen von Künstlern gezeigt, für die das Buch ein zentrales Medium darstellt. Schon immer geht die Galerie durch eine mit Feingefühl ausgestattete Kunstbuchhandlung zusammen, in der sich viele Raritäten zu Fluxus und der Konzeptkunst finden.
 
Das dritte Buch-Display entwickelte sich aus persönlichen Gesprächen mit Barbara Wien und Wilma Lukatsch und verweist mit seinem Titel auf Daniel Spoerris vielschichtiges Buchprojekt Topographie Anécdotée* du Hasard (1961–1995). In und auf Tischvitrinen arrangiert, ist das Display in das alltägliche Setting der Buchhandlung Wien Lukatsch integriert. Es reflektiert durch eine Konstellation von Publikationen die Geschichte des Ortes und den vielseitigen Charakter von Künstlerbuch und der Thematik „Buch-als-Ausstellung“. Im Mittelpunkt stehen Bücher von George Brecht, Nina Canell, Hans-Peter Feldmann, Gundi Feyrer, Arthur Köpcke, George Maciunas, Nam June Paik, Dieter Roth, Tomas Schmit, Daniel Spoerri, Emmett Williams u.a. Ergänzt wird das Display durch Dieter Roths Luxusausgaben der Gesammelte Werke, die in einem Glasschrank gezeigt werden. 
 
Wien Lukatsch
Galerie und Buchhandlung für Kunstbücher
Schöneberger Ufer 65, 3. OG
D-10785 Berlin
Di–Fr 13–18, Sa 12–18
 
Winter/Frühjahr 2014 
„Bibliothekskatalog“
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
 
Anfang nächsten Jahres wird EX LIBRIS mit einem letzten Display in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin im Kulturforum am Potsdamer Platz zu Gast sein und sich dort mit Büchern aus dieser Sammlung beschäftigen. Die Kunstbibliothek ist auch der Ort für den Launch des „Bibliothekskatalogs“. Diese Publikation schließt sich den vorher an jedem Veranstaltungsort kostenlos ausliegenden Leporello-Booklets mit ihren Informationen zu Kontext und Bibliografien an und ist ein Hybrid aus Buch-als-Ausstellung, Ausstellungskatalog und Bibliothekskatalog. Das Buch archiviert, präsentiert und veröffentlicht die kuratierten Arrangements und Displaystrategien, behält allerdings das ursprüngliche Spannungsverhältnis zum Privaten medial weiter bei.
 
Kunstbibliothek
Matthäikirchplatz
D-10785 Berlin
Mo–Fr 9–18, Sa/So 11–18
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Listening Back. Klangliche Erinnerungen
Klangausstellung im Leipziger Stadtraum

Kuratiert von Nicola Beißner und Edda Wilde

Eröffnung: Fr., 28. Juni 2013 – 19.00 Uhr
Ort: Kapitaldruck, Roßplatz 11, 04103 Leipzig
Laufzeit: 29. Juni 2013 – 19. Juli 2013

Startpunkt (mit Karte): Kapitaldruck

Dauer des Ausstellungsrundgangs: ca. 2 Std.

Listening Back. Klangliche Erinnerungen ist eine Klangausstellung im Leipziger Stadtraum mit den KünstlerInnen Patrick Franke, Ludger Hennig, Cornelia Friederike Müller und Chris Weinheimer. Die vier in Leipzig lebenden KünstlerInnen positionieren an bestimmten Stellen Leipzigs Soundcapes bzw. Field Recordings, die andernorts aufgenommen wurden. Die subjektive Verbindung zwischen dem Ort und der Situation der Klangaufnahme und dem Ort in Leipzig ist dabei eine klangliche Erinnerung.

Die Klänge können mit einem Smartphone über GPS an den jeweiligen Stationen in Leipzig empfangen werden und sind fußläufig zu erreichen. Narrativ ergänzt wird die Klangausstellung durch einen sprachlichen Audioführer.

Wenn wir erinnern, erinnern wir für uns persönlich Bedeutsames. Eine Erinnerung besteht dabei aus oft ganz unterschiedlichen Eindrücken: Wir erinnern bildlich, klanglich, erinnern Gerüche, Atmosphären, Emotionen und ganze Situationen. Obgleich die Erinnerungsfunktion von Bildern oft bezweifelt wurde (etwa durch Roland Barthes, Walter Benjamin oder Siegfried Kracauer), gilt die Fotografie noch immer als das klassische Medium, um Erinnerungen festzuhalten. Weitaus weniger alltäglich ist das Aufzeichnen von klanglicher Erinnerung. Was macht ein solches Festhalten klanglicher Erinnerung aus? Als leitende Differenz von einem Klangstück und einem Bild wird hervorgehoben, dass das Visuelle eine Meta- bzw. Vogelperspektive erlaubt oder suggeriert, wohingegen ein Klangereignis das nicht tut: „Das Mikrofon […] nimmt Details auf. Es erzeugt zwar eine Art Großaufnahme, aber nichts, was einer Luftbildperspektive entspricht.” (Murray Schafer)

Die Klangausstellung Listening Back. Klangliche Erinnerungen thematisiert die Eigenheit des Erinnerns mittels des Mediums der Klangaufnahme. Sie widmet sich dabei speziell Aufzeichnungen klanglicher Erinnerung im Moment ihrer Überlagerung mit der Gegenwart eines anderen Orts. Diese Fokussierung auf die Überlagerung von Raum und Zeit hebt die Konstruiertheit des Erinnerungs­vorgangs wie auch der immer schon ausschnitthaften und interpretierenden klang­lichen Aufnahme hervor. Gleichzeitig wird erfahrbar gemacht, wie sich die Wahr­nehmung der Gegenwart durch diese Überlagerung verändert.
Für die Teilnahme am Ausstellungsrundgang wird ein Smartphone (Android o. iOS) mit Internetverbindung benötigt. Zudem muss die kostenlose App „radio aporee“ vorab auf dem Smartphone installiert werden. Für den Audioführer wird zudem eine App zum Scannen von QR-Codes benötigt. Kopfhörer können bei Kapitaldruck ausgeliehen werden; es steht außerdem ein Smartphone zur Ausleihe zur Verfügung. Genauere Infos unter www.kapitaldruck.de

Kartographie: Bignia Wehrli und Anna Forlati

SprecherInnen des Audiobegleiters: Cornelia Fleck und Sascha Riecken

Audioproduktion: die audiographen

In Zusammenarbeit mit radio aporee – miniatures for mobiles von Udo Noll.

http://aporee.org/mfm/

Downloadlink der Apps:

Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.aporee.radio

IPhone: https://itunes.apple.com/de/app/radio-aporee/id640921893?mt=8

 
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Montag, 01.07.2013, 19 Uhr, Raum 2.41

Vortrag: Regina Bittner

Ost-westliche Bildverwandtschaften: Das Bauhaus in Kalkutta

Die Kunstgeschichte der internationalen Moderne erzählt nach wie vor von Transmissionen vom Zentrum in die Peripherie und hat dabei ein eher monolithisches Konzept der (europäischen) Moderne zum Hintergrund. Am Beispiel von Forschungs-und Ausstellungsprojekten zur Kunst- und Architekturproduktion zu Beginn des 20. Jahrhunderts diskutiert der Vortrag Ansätze eines "entangled history", die die "multiple modernities" komplexer Verknüpfungen, irritierender Konstellationen und weitreichender intellektueller Verwandtschaften zum Gegenstand hat.    

Eintritt frei.

Dr. Regina Bittner, Bauhaus Dessau, Leiterin der Akademie und stellvertretende Direktorin

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ANGRY TIME issue #1 STRIKEWORK

Zine Release und Filmscreening: KAMERA LÄUFT!, kleines postfordistisches Drama (kpD)

Sa., 29. Juni 2013, 20.00 Uhr Projekt- und Hörgalerie "A und V" Lützner Str. 30 04177 Leipzig

Weitere Informationen unter http://www.aundv.org/

„I’d guess that – apart from the domestic and care work – art is the industry with the most unpaid labor around. It sustains itself on the time and energy of unpaid interns and self-exploiting actors on pretty much every level and in almost every function. Free labour and rampant exploitation are the invisible dark matter that keeps the cultural sector going.“
Hito Steyerl in Politics of Art: Contemporary Art and the Transition to Post-Democracy (2006)

ANGRY TIME ist ein Publikationsprojekt, das die Fragen, die im Rahmen künstlerischer und kultureller Arbeitsstrukturen aufkommen, diskutieren und öffentlich machen will. Die erste Ausgabe des Zines mit dem Titel STRIKEWORK beschäftigt sich mit den im kulturellen Feld weit verbreiteten prekären Arbeitsbedingungen und versucht, gleichzeitig Alternativen und Möglichkeiten des Widerstands mitzudenken.

Ein Projekt von Anna Dobrucki und Anja Lückenkemper mit Anna McCarthy

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Seid realistisch, fordert das Unmögliche!
Notizen für eine potentielle Schule

27.06.2013, ab 12 Uhr im Hedis, HGB, Raum 69

Kuratiert von Ksenija Orelj

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Hat Heimat einen Plural?

Ein Projekt von Katharina Schniebs 

Heimat als topografischer Bezugspunkt.

Alte und neue Heimat, Entortung.

Verlustgeschichte und neue Perspektiven.

Ausstellung

Der Leipziger Fotograf Marcel Noack dokumentiert die tiefgreifenden Veränderungen, die der Abbau von Braunkohle in der Lausitz bis heute nach sich zieht: Neben dem Naturraum verschwinden ganze Ortschaften - und damit  Stück um Stück das traditionelle Siedlungsgebiet der Sorben.

Unter dem Titel Doma zeigt Marcel Noack seine Fotografien ab Dienstag, 25. Juni.

Das Haus ist 10-18 Uhr geöffnet (DLL).

 


Die Suche nach einer Heimat als Versuch einer eindeutigen Verortung.

Der Wunsch, dazu zu gehören.

Gibt es eine anthropologische Konstante, die unsere Sehnsucht nach Vertrautheit und Stabilität erklärt?

Workshop

Der Schriftsteller Joachim Helfer diskutiert und arbeitet zwei Tage lang mit Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig.

Prtäsentation der Workshop-Ergebnisse und Lesung:

Samstag, 29. Juni, 18 Uhr.

 

Eine Möglichkeit, Sinn zu finden und Spuren zu hinterlassen.

Gibt es eine zeitgemäße Figuration von Befreiung?

Heimatlostigkeit als Befreiung.

Blog

Der Workshop wird mit einem Blog begleitet, dort sind unter anderem die entstehenden Texte nachzulesen.


hatheimateinenplural.wordpress.com


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Montag, 27.05.2013, 19 Uhr, Raum 2.41

Vortrag: Nora Sternfeld

Who is talking back? Kuratieren nach der Repräsentation
 
Spätestens seit den 1970er Jahren ist die Frage nach der Repräsentation einer umfassenden Kritik im künstlerischen Feld (denken wir etwa an die zahlreichen Ansätze der Institutionskritik), in der Theorie (der New Museology ebenso wie der feministischen, postkolonialen und poststrukturalistischen politischen Theorie) und im Aktivismus (in den neuen postidentitären sozialen Protestbewegungen) unterzogen worden. Repräsentation wurde sowohl als Praxis der Darstellung als auch als Logik der Stellvertretung in Frage gestellt. Doch wenngleich diese verschiedenen Formen der Repräsentationskritik wohl der wesentliche Motor avancierter ausstellungstheoretischer Überlegungen der letzten Jahre waren, scheinen die meisten kuratorischen Ansätze davon bis heute erstaunlich unerschüttert. Demgegenüber möchte ich in dem Vortrag nach post-repräsentativen kuratorischen Handlungsmöglichkeiten fragen, die Kategorien und Techniken der Wahrheitsproduktion herausfordern und versuchen Ausstellungen als Contact Zones zu verstehen: als Orte sozialer, politischer, kultureller und ökonomischer Konflikte und Aushandlungsprozesse. Was könnten nun Strategien zur Herstellung solcher Räume sein? Auf der Suche nach einer Antwort widme ich mich kuratorischen Prozessen der Wiederaneignung, des Widerspruchs und der kritischen Wissensproduktion.
 
Eintritt frei.

Dr., MA, Kunstvermittlerin und Kuratorin; Mitbegründerin und Teilhaberin von Büro trafo.K; 1994-2006 Vermittlungsteam Kunsthalle Wien; freie kuratorische Projekte: u. a. Langweilige Geschichten über den Alltag, SOHO Ottakring 2002 (gem. mit Christine Haupt-Stummer u. Beatrice Jaschke); 2005–06 Teil des KuratorInnenteams von Verborgene Geschichte/n – remapping Mozart, ein Projekt von Wiener Mozartjahr 2006; Nichts für uns. Alles für alle! Strategischer Universalismus und politische Zeichnung, IG Bildende Kunst 2007 (gem. mit Toledo i Dertschei); Redakteurin von Bildpunkt – Zeitschrift der IG Bildende Kunst; seit 2004 Lehrbeauftragte am Institut für das künstlerische Lehramt der Akademie der bildenden Künste Wien; Kernteam von schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis; publiziert zu zeitgenössischer Kunst, Vermittlung, Geschichtspolitik und Antirassismus; seit 2012 Professorin für Curating and Mediating Art, Aalto University, Helsinki.
 
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Im Zeichen des Protests/Drawing Protest

Enrique Flores

 

Eine Kooperation der Hochschule für Grafik und Buchkunst und der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
kuratiert von Olga Vostretsova, Teilnehmerin des Masterstudiengangs Kulturen des Kuratorischen, Stipendiatin des Freistaates Sachsen an der GfZK

Projektwoche "Im Zeichen des Protests" 13. – 18.5.2013

Im Zuge der globalen Protestbewegungen der letzten Jahre hat das Medium Zeichnung eine neue Bedeutung erlangt. Besonders spannend sind dabei zeichnerische Reportagen, die unmittelbar am Ort des Geschehens entstehen, eine Vielfalt an Stimmen und Anliegen einfangen und zugleich auch über Print- und Onlinemedien verbreitet werden.
Protest und Zeichnung, Zeichnung und Protest: Im Rahmen des Projekts befasst sich hiermit die fach-übergreifende Studentengruppe ARTIST'S PROOF unter Anleitung von Prof. Oliver Kossack. Der Arbeitsprozess ist vom 13. bis 18. Mai für alle Interessierten geöffnet. In diesem Zeit-raum verwandelt sich der Festsaal der Hochschule für Grafik und Buchkunst in ein Forum, in dem das Publikum mit eingeladenen Experten/innen über Reportagezeichnungen und zeitgenössische Proteste sprechen kann.

ARTIST’S PROOF, die Galerie für Zeitgenössische Kunst und Kulturen des Kuratorischen laden ein:

13.5.2013, Eröffnung

Filmvorführung und Diskussion mit Dr. Friedrich Tietjen: "Videogramme einer Revolution", Regie: Harun Farocki, 106 Min., Farbe und s/w, 1992.
19 h, Festsaal der HGB

Für "Videogramme einer Revolution" haben Harun Farocki und sein Co-Autor Andrei Ujica Amateuraufnahmen und Sendungen des staatlichen rumänischen Fernsehens, nach dessen Übernahme durch die Demonstranten im Dezember 1989, gesammelt. In den Bildern und Tonaufnahmen der ersten Revolution, in der das Fernsehen eine tragende Rolle spielte, ist die Zeitgeschichte selbst Protagonistin.
Dr. Friedrich Tietjen ist Junior-Professor für Geschichte und Theorie der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

14.5.2013

Lesung: Die Stadt. Comicreportagen von Max Baitinger und Marcel Raabe
11 h, Festsaal der HGB

Diese Arbeit von Baitinger und Raabe ist eine ständig wachsende und sich verändernde Text- und Comicreportage über die Menschen einer Stadt, die zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten ihren Tätigkeiten nachgehen: Sie beobachten das Wassernetz, koordinieren Straßenbahnrouten, fahren Taxi oder sammeln Flaschen. Die Langzeitcomicreportage basiert auf zahlreichen Interviews. Einige Auszüge wurden bereits von 2010 bis 2012 im Leipziger Stadtmagazin Kreuzer publiziert.

Vortrag: Clemens Krümmel "'Special artists' des 19. Jahrhunderts und ihr Nachleben. Bildreportagen und Reportagezeichnungen aus den modernen Kriegen."
19 h, Festsaal der HGB

Der Kunsthistoriker und Kurator Clemens Krümmel wird eine historische Perspektive auf die Reportagezeichnung, mit Augenmerk auf die Berichterstattungen von Protesten, Revo-lutionen und Kriegen, öffnen.
Zusammen mit dem Künstler Alexander Roob ist Clemens Krümmel Begründer vom Melton Prior Institut, das sich mit der internationalen Erforschung der Geschichte der Reportagezeichnung, d.h. jedweder Form gezeichneter Berichterstattung von Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, beschäftigt.

15.5.2013 

Künstleringespräch: Paula Bulling: "Zwischen Zeichnung und Aktivismus"
11 h, Festsaal der HGB

Paula Bullings erstes Buch „Im Land der Frühaufsteher“ (2012) entstand in enger Zu-sammenarbeit mit den portraitierten Menschen – politischen Flüchtlingen, die in Sachsen-Anhalt leben. Die Darstellung von unterschiedlichen Hintergründen und Einzelschicksalen kontrastiert sie mit der politischen Situation, die auch in anderen Bundesländern relevante Fragen aufwirft. Im Gespräch wird sie zudem von ihrer heutige Rolle als Zeichnerin und als Aktivistin erzählen.
Paula Bulling ist in Berlin geboren. 2006 ging sie für ihr Studium an der Hochschule für Kunst und Design nach Halle an der Saale; ab 2008 studierte sie Kommunikationsdesign bei Georg Barber, der unter dem Künstlernamen ATAK bekannt ist.

16.5.2013 

Künstergespräch: Bo Soremsky: "Reportagezeichnungen für das Internet"
11 h, Festsaal der HGB

Der Berliner Künstler Bo Soremsky untersucht, wie die lineare Struktur von Bildreportagen aufgebrochen werden kann, wenn sie online erscheinen. Anhand von Beispielen stellt er einige interessante Lösungsmöglichkeiten vor.

17.5.2013

Künstlergespräch: Enrique Flores (ES) „Sketching the Revolution“
15 h, Auditorium/GfZK-1

Seit 2011 dokumentiert Flores das „Movimiento 15M“ (Bewegung 15. Mai), eine zivilgesellschaftliche Protestbewegung, welche die ökonomischen und politischen Missstände kritisiert und in friedlichen Demonstrationen und Versammlungen die Besorgnis über die Zukunft Spaniens in Europa zum Ausdruck bringt. Enrique Flores versucht, an allen Madrider Demonstrationen teilzunehmen. Seine Bilder entstehen immer vor Ort: „Ich versuche das zu zeichnen, was ich sehe und das zu notieren, was ich höre. Ich möchte Augenzeuge sein.“ Als Abschluss der Projektwoche „Im Zeichen des Protests“ wird Flores in der Galerie für Zeitgenössische Kunst über seine Arbeit sprechen.
Enrique Flores ist Preisträger des Lazarillo-Preises des Kultusministerium Spaniens für Illustration 2010 und hat mehr als zehn Bücher bei den wichtigsten Verlagen in Spanien herausgebracht.

 

Offene Ausstellung: Im Zeichen des Protests
ab 18 h, Festsaal der HGB, Dauer: 17. und 18. Mai

Künstler/innen: ARTIST’S PROOF Projektgruppe, Paula Bulling, Enrique Flores, Oliver Kossack, Clemens Krümmel, Marcel Raabe, Bo Soremsky, Studierende und Lehrende der HGB, Olga Vostretsova
Präsentation der Ergebnisse des Workshops „Im Zeichen des Protests“ in Form einer Ausstellung. Die anderen Studierenden und Lehrenden der HGB sind eingeladen, sich über mögliche Formen von Protest an einer Kunsthochschule zu äußern.

 


24.6.2013

Künstlergespräch: Dan Perjovschi (RO) „My Theme Is the Protest“
19 h, black box/GfZK-2

Dan Perjovschi zeichnet mit schwarzen Markern direkt auf Wände – er will schnell, mobil und direkt arbeiten. Er strebt nach mehr Improvisationsfreiheit. Das Thema des Protests ist zentral in seinem Schaffen. Dan Perjovschi überträgt seine Beobachtungen aus den Protesten und aus dem alltäglichen Leben in Zeichnungen, Sprüche und Piktogramme, die weltweit ausgestellt werden.

 

Im Zeichen des Protests, Programm

 

Vorankündigung:

19. Oktober 2013 bis 19. Januar 1014
Ausstellung: "Im Zeichen des Protests / Drawing Protest" in der GfZK Leipzig
Künstler/innen: Enrique Flores (ES), Viktoria Lomasko (RU), Dan Perjovschi (RO) mit ARTIST'S PROOF
Unterstützt durch: dr.-klaus-schaffner-preis
 

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Up Till Now

Up Till Now - Wiedervorlagen historischer Performances und Aktionskunst aus der DDR. 
Forschungs- und Ausstellungsprojekt 
09.03.2013 - 26.05.2013, GfZK-1 
Einführung: 08.03.2013, 19 Uhr

mit Jörg Herold, Künstler, Leipzig, Ana Hoffner, Künstler_in und Kulturwissenschaftler_in, Wien (AT), Stefan Hurtig, Künstler, Leipzig, Thomas Janitzky, Künstler, Leipzig, Barbora Klímová, Künstlerin, Brno (CZ), Via Lewandowsky, Künstler, Berlin, Elske Rosenfeld, Künstlerin, Berlin/Wien (AT), Gabriele Stötzer, Künstlerin, Erfurt/Utrecht (NL) u.a. 

kuratiert von Anna Jehle und Julia Kurz 
Ausstellungsgestaltung: Leila Tabassomi 

Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt "Up Till Now" plant eine Revision und aktuelle Befragung performativer Kunstund Aktionskunst aus der DDR und eröffnet mit der Präsentation der Arbeit "Replaced" (Brno 2006) von Barbora Klímová und einem über den Zeitraum der Ausstellung wachsenden (Forschungs-)Archiv. Parallel dazu entwickeln die Künstler_innen Ana Hoffner, Stefan Hurtig, Thomas Janitzky und Elske Rosenfeld neue Performances und Installationen, welche ab April in der Ausstellung zu sehen sein werden. 

In direktem Austausch mit den während der DDR performativ arbeitenden Künstler_innen Jörg Herold, Via Lewandowsky/ Autoperforationsartisten und Gabriele Stötzer/ Exterra XX, um deren Arbeiten sich auch das Archiv im Ausstellungsraum stetig erweitert, verschränken die Künstler_innen für diese „Wiedervorlagen“ ihre eigene Praxis mit dem historischen Material. In ihren Neuproduktionen arbeiten sie auf der Basis! der akt uellen Forschung und Textproduktion und bringen eigene theoretische Überlegungen mit ein. 

Mit dem öffentlichen Panel "Encountering Performance" am 5. und 6.4.2013 sind die Besucher_innen der GfZK eingeladen in einen Dialog mit allen beteiligten Künstler_innen zu treten. Hier werden in Tischgesprächen und Screenings von dokumentarischem Material Einblicke in die künstlerischen Strategien und ermittelten Ansätze der DDR-Künstler_innen und deren Überführung in einen zeitgenössischen Diskurs gewährt. 

Alle aktuellen Termine zum Panel, den Performance-Aufführungen sowie weiteren Veranstaltungen, Vorträgen, Screenings und Workshop-Angeboten im Rahmen von "Up Till Now"finden sich auf dem Projekt-Blog.
"Up Till Now" wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.


Gabriele Stötzer, "Schrei Carmen", 1982, 10 s/w Fotografien; Scan aus "und jetzt. Künstlerinnen aus der DDR". Ausstellungskatalog. A. Richter, B.E. Strammer, B. Knaupp (Hg.), Verlag für moderne Kunst Nürnberg 2009, S.109.

Veranstaltungen - Up Till Now

- ab Dienstag, 30. April Video-Installation „Nach der Transformation“ von Ana Hoffner, Neuproduktion, 2013
- Sonntag, 5. Mai, 12-18 Uhr Performance „Freedom of Sleep - I prefer not to perform“ von Stefan Hurtig, Neuproduktion, 2013
- Donnerstag, 9. Mai, 19 Uhr „Re-enact History? Performing the Archive!" Lecture Performance Barbora Klímová und Vortrag von Prof. Barbara Büscher (HMT Leipzig) über ihre aktuelle Forschung zu Performance und deren Medialisierung in Ausstellungen.

Finissage Wochenende:
- Samstag, 25. Mai, 12-18 Uhr Performance „Freedom of Sleep“ von Stefan Hurtig, Neuproduktion, 2013
- Sonntag, den 26. Mai, 19-22 Uhr Vortrag als musikalische Darbietung der "Ich AG Geige" mit Paule Hammer, Thomas Janitzky, Daniel Mudra und Markus Psurek. Begleitung des Abends mit DJ Donis.

Ort aller Veranstaltungen: Ausstellung "Up Till Now" in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

Weitere Informationen zur Ausstellung und Veranstaltungen finden Sie unter: http://research-uptillnow.tumblr.com/

 

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Montag, 29.04.2013, 19 Uhr, Raum 2.41

Vortrag: Christian Philipp Müller

Rollenspiele

Im Zentrum des Vortrags steht die Dramaturgie, die Christian Philipp Müller für die Ausstellung "Geschichten im Konflikt. Das Haus der Kunst und der ideologische Gebrauch von Kunst 1937-1955" im Haus der Kunst, München 2012-13, entwickelte.

Anlass der Ausstellung war die Eröffnung des Haus der Kunst vor 75 Jahren. Sie umfasste die Zeitspanne von 1937 bis 1955 und untersuchte das historische Erbe des Museums im nationalen und internationalen Kontext. Zwei konkurrierende Perspektiven trafen dabei aufeinander: die nationalsozialistische Propaganda reiner deutscher Kunst in den jährlichen "Großen Deutschen Kunstausstellungen" von 1937-1944, und die Diffamierung der künstlerischen Avantgarde in der Ausstellung "Entartete Kunst" 1937.

Eintritt frei.

Christian Philipp Müller wurde 1957 in Biel, Schweiz, geboren und lebt und arbeitet in Kassel, Berlin und Brooklyn, New York.
Seine Einzelausstellungen umfassen Ausstellungen im Kunstmuseum Basel, Museum für Gegenwartskunst (2007) und im Kunstverein München (1992). Müller hat 2012 an der dOCUMENTA (13), an der Manifesta 2008, 1997 an der documenta 10 und als österreichischer Vertreter 1993 an der Biennale di Venezia teilgenommen. 2011 wurde Christian Philipp Müller zum Rektor der Kunsthochschule Kassel berufen.

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